Gegensätze sind anziehend

Ein kleiner Garten auf Sylt mit allerlei Kontrasten

Die Mischung aus wolkig gepflanzten Zwergkiefern, Dünengras-Feldern und formal geschnittenen Baumgruppen ergibt den Charme dieses Inselgartens.

Der initiale Wunsch, zum benachbarten Haus hin entlang der Grenze als Sichtschutz geeignete Gehölze zu setzen, die in Ihren Abmessungen korrekt die Vorgaben des schleswig-holsteinischen Nachbarschaftsrechts einhalten, führte zu der Idee, eine Dreier-Gruppe aus Hainbuchen mit kastenförmig geschnittenen Kronen zu pflanzen, die jedes Jahr wieder auf ihre ursprüngliche Form gestutzt werden können. Ein Zuwachs der Baumkronen bleibt somit ausgeschlossen.

Nach der ersten 3er-Reihe, die dem alten Garten an dieser Stelle bereits ein ganz anderes, moderneres Gesicht gab, wurden in den Folgejahren nach und nach erst eine, dann zwei und zum Schluss drei weitere, nahezu identische Gruppen im Karree gesetzt, um das neue Bild auf den ganzen Garten zu übertragen. Bereits vorhandene Pflanzungen aus dem alten Garten konnten entweder umgesetzt, ergänzt oder aber unverändert in das neue Konzept integriert werden. In diesem Zuge wurden die Beet-, und Rasenflächen auf Wunsch der Auftraggeber dem neuen Stil angepasst, orthogonal begradigt und mit einer breiten Großpflasterzeile aus Basaltsteinen eingefasst. Diese dient nun auch den Rasenmährobotern als befahrbare Kante und ermöglicht so das randscharfe Mähen.

Die Gräserfelder aus Strandhafer vermitteln eine Art maritimer Dünen-Atmosphäre. Eine spezielle Bodenvorbereitung und etwas Geduld ist jedoch unverzichtbar, um diese im Garten eigentlich ortsfremden Pflanzen zu kultivieren. Mit der fein abgestimmten Auswahl von Leuchten, warmen LED-Lichtfarben und Filtern durch die Firma smartcomplete ist dieser Garten nun sowohl im Sommer zur „blauen Stunde“ wie auch in der kalten Jahreszeit unglaublich stimmungsvoll illuminiert. Einige schön ergraute Eichenholz-Skulpturen des Krautsander Künstlers Jonas Kötz heißen Besucher und Gäste subtil willkommen. Sie bereichern die Szenerie als stumme Beobachter.

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Sebastian Jensen

Garten- und Landschaftsarchitekt

E jensen@hamburg.de
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