Eine stilvolle Kulisse

Reduktion auf das Wesentliche

Dieser parkartige Garten wurde im Hamburger Villenviertel Hochkamp angelegt. Das Areal mit seinen großzügigen Grundstücken hat sich durch eine privatrechtliche Satzung seit 1918 kaum verändert. Die Grundstücke unterliegen der sogenannten Hochkamp-Klausel, die den Erhalt der Weitläufigkeit sichert.

Insbesondere der alte Baumbestand von Buchen und Eichen prägt den Charakter der inzwischen herrlich schattigen Gärten. Die in diesem Garten vorhandenen Gehölze wurden, soweit möglich, in die neue Konzeption integriert. Eine geschlossene Gruppe von ehemals bis zum Boden, dicht begrünten Eiben hatte im alten Garten sehr viel Raum eingenommen. Mit einem beherzten Entfernen aller grünen Zweige (Aufasten) unterhalb einer imaginären Linie konnte der verlorene Raum optisch dem Garten zurückgegeben werden. Die Terrasse aus quadratischen, großformatigen Basaltlava-Platten liegt dreiseitig eingebettet als „Insel“ im Wasserbecken und ist mit dem Garten über jeweils zwei Doppelschrittplatten verbunden. Diese Platten sind exakt im bequemen Schrittmaß gearbeitet, sodass ein Überschreiten nahezu mit geschlossenen Augen möglich ist. Der Weg über den Rasen wird mit ebendiesen Platten fortgeführt, die in die Rasenfläche eingelassen wurden.

Das ruhige Wasserbecken mit seiner einzigartigen, viele Meter breiten Überlaufkante wird zum flächigen Spiegel im Garten. Diese Kante wurde als Bestandteil der Wassertechnik so konzipiert, dass lediglich ein gleichmäßiger, extrem dünner Wasserfilm in die dahinterliegende Rinne überläuft und alle auf der Wasseroberfläche treibenden Partikel mit der Strömung in die Filteranlage transportiert. Dadurch wird eine Trübung oder Verunreinigung des Wassers minimiert. Im Eingangsbereich des im Bungalow-Stil gehaltenen Hauses gab es an windigen Tagen häufig unangenehme Turbulenzen. Aus diesem Grund wurden, ähnlich wie am Rockefeller Center (New York) mannshohe Glasscheiben als transparenter Windschutz errichtet. Die bis in die Rasenfläche hinein gruppierten Buchsbaum-Kugeln unterschiedlicher Größen verdecken vom Haus aus die Scheinwerfer, mit denen die hintere Gartenkulisse illuminiert wird.

An besonderer Stelle des Gartens wurden Corten-Stahl-Bleche zu aufrechten Sichtschutz-Elementen geformt und partiell mit japanischen Schriftzeichen (ohne Bedeutung) versehen. Der Garten wird regelmäßig als Location für Gartenreportagen und Möblierungen der Firma Garpa genutzt.

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Sebastian Jensen

Garten- und Landschaftsarchitekt

E jensen@hamburg.de
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